Nachwuchsförderung

Zur dauerhaften Etablierung exzellenter Forschung gehört die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Humboldt-Universität hat dazu ein Phasenmodell entwickelt, das angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Schule bis zum Ruhestand begleitet und vor allem an den schwierigen Übergängen zwischen den einzelnen Phasen greift.

HU Phasenmodell zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Das HU-Phasenmodell veranschaulicht die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses von der Schule bis zur Professur. Insbesondere die Sicherung der Übergänge von einer Karrierestufe zur nächsten – wie bspw. von der Promotion in die PostDoc-Phase hin zur Professur – steht dabei im Fokus. Da noch immer mit jeder Karrierestufe der Anteil von Frauen in der Spitzenforschung abnimmt, ist ein Schwerpunkt die gezielte Förderung exzellenter Nachwuchsforscherinnen.

Mit folgenden Programmen fördert die Humboldt-Universität in den kommenden Jahren herausragende Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher:

  • Förderung im Bachelorstudium: Aus Mitteln des Qualitätspakts Lehre von Bund und Ländern wird die forschungsorientierte Lehre weiter ausgebaut. Das Kernprojekt, das HU-Q-Programm, soll Studierende früh für Forschung begeistern.
  • Erleichterung des Übergangs vom Studium zur Promotion: Die Humboldt-Universität vergibt mit den Research Tracks Stipendien, die es exzellenten Masterstudierenden ermöglicht, sich ganz der Vorbereitung einer Promotion zu widmen.
  • Ausbau der strukturierten Promotionsprogramme: Fakultäten und Institute können strukturierte Promotionsprogramme gründen, um das Angebot und die Qualität der Doktorandenausbildung weiter zu verbessern. Diese sollen als Kern für die weitere Entwicklung von strukturierter Doktorandenausbildung an der Humboldt-Universität dienen.
  • Frühzeitige Förderung für Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in die Spitzenforschung: Das Caroline von Humboldt-Stipendiatinnenprogramm entschärft strukturelle Barrieren auf den wissenschaftlichen Karrierewegen von Frauen: Nachwuchswissenschaftlerinnen werden in besonderen Lebenssituationen oder für einen Forschungsaufenthalt im Ausland während der Promotionsphase finanziell unterstützt.
  • Systematische Förderung für die PostDoc-Phase: Das PostDoc-Programm der Humboldt-Universität stabilisiert mit seinen Scholarships die sensible Phase zwischen Promotion und Professur, indem es Zeit für die Erstellung von Förderanträgen, Bewerbungen und die Vorbereitung der akademischen Karriere schafft.
  • Weiterentwicklung des tenure-track-Konzepts für die Juniorprofessur: Hochqualifizierte Juniorprofessorinnen und –professoren können bis zu drei Jahre überbrückend aus Mitteln des Zukunftskonzepts finanziert werden. Dies soll potentielle Lücken zwischen dem Auslaufen der Juniorprofessur und dem Freiwerden einer regulären Professur schließen.
  • Ausbau der Humboldt Graduate School: Die Humboldt Graduate School baut den Service zur Unterstützung ihrer Mitgliedsprogramme weiter aus. Sie leistet Administrationshilfen im Promotionsgeschehen, unterbreitet Beratungsangebote bezüglich der Stellung von Drittmittelanträgen für Promotions- und Postdoc-Stipendien und vermittelt in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Büro der Humboldt-Universität u.a. Auslandsaufenthalte. Darüber hinaus wird eine Anlaufstelle zu Gleichstellungsfragen und Familienfreundlichkeit aufgebaut und für die campusübergreifende Vernetzung ein Information Desk am Standort Adlershof eingerichtet.