Integrative Research Institutes – IRIs
Die Humboldt-Universität macht in ihrem Zukunftskonzept die Weiterentwicklung des Forschungsformats der IRI zu einem ihrer zentralen Anliegen. IRI ermöglichen herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Forschungsfeld, in dem die Humboldt-Universität eine internationale Führungsposition anstrebt, gemeinsam interdisziplinär zu bearbeiten und fortzuentwickeln. Neben ihrem wissenschaftlichen Innovationspotenzial wirken die IRI auch strukturell in die Governance der Universität und ermöglichen neue Modelle der wissenschaftlichen Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg.
Als fakultätsübergreifende Institute fördern IRI forschungsstarke inneruniversitäre Kooperationen und tragen so entscheidend zur Profilbildung der Universität bei. Gleichzeitig sind sie Instrumente, um über die enge Kooperation mit externen Forschungspartnern Potenziale an den Schnittstellen universitärer und außeruniversitärer Forschung zu erschließen und die Verbundforschung der Humboldt-Universität langfristig zu entwickeln.
Ein IRI kann je nach Konzeption und Eigenart des jeweiligen Forschungsfeldes flexibel unterschiedliche Formate annehmen: Es kann als Plattform zur Vernetzung von Forschungsaktivitäten und zur Campusentwicklung fungieren, als klassisches Forschungsinstitut wirken oder einen besonderen Fokus auf die enge Zusammenarbeit mit externen Partnern richten.
Die IRI haben eine zentrale Rolle in der Koordination und Organisation der Nachwuchsförderung in den beteiligten Wissenschaftsgebieten, im Aufbau von Technologieplattformen zur gemeinsamen Gerätenutzung, in der strategischen Begleitung von Berufungen, in der Abstimmung großer Drittmittelanträge, in der Steuerung der Fakultäts- und Campusentwicklung an den jeweiligen Standorten der Humboldt-Universität, in der Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie in der Wissenschaftskommunikation.
2009 mit dem Integrative Research Institute for the Sciences (IRIS Adlershof) erstmalig in die Praxis umgesetzt, hat sich das Format IRI als Instrument für die Förderung der Spitzenforschung durch einen Brückenschlag zwischen verschiedenen Disziplinen bereits bewährt. Mit der Einrichtung von zunächst drei IRI verfolgt die Humboldt-Universität übergreifende Ziele der strategischen Profilbildung und setzt mit jedem IRI spezifische Strukturimpulse für die Gesamtuniversität um.
Die umfassende Entwicklungsplanung für drei IRI beinhaltet:
- die Weiterentwicklung des IRIS Adlershof mit dem dort etablierten Modell interdisziplinärer Brückenprofessuren, dem Aufbau einer kooperativen Infrastruktur für die Naturwissenschaften und der Stärkung der Zusammenarbeit mit der Wirtschaft,
- den Aufbau des IRI für Lebenswissenschaften auf dem Campus Nord der Humboldt-Universität mit der Integration von Biologie, Medizin und Neurowissenschaften als Forschungskooperation von Humboldt-Universität, Charité - Universitätsmedizin und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und
- die Planung des IRI THESys – Die Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen mit einer starken interfakultären Vernetzung zur Nachhaltigkeitsforschung, Synergien durch Kooperationen zur Klimaforschung in Berlin-Brandenburg und dem Fokus auf Nachwuchsgruppen.