FutureLand Graduate School - Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung
FutureLand Graduate School - Wege zu einer nachhaltigen Landnutzung
Die Folgen des Klimawandels, abnehmende Biodiversität und zunehmende Landnutzungsintensität – diese Eingriffe bedrohen schon heute massiv die Lebenserhaltungssysteme unseres Planeten und werden sich aufgrund steigender Bevölkerungszahlen noch weiter verschärfen. Wie können die Lösungen für heute schon bekannte, aber auch für möglicherweise noch entstehende Probleme aussehen? Was können wir tun, um die Lebensbedingungen im globalen Süden zu verbessern, Ernährung und Wasserversorgung zu gewährleisten und letztlich Verteilungskämpfe um knapper werdende Ressourcen zu vermeiden?
Eine grundlegende Herausforderung für die Weltgemeinschaft in diesem Zusammenhang ist der Übergang zu einer nachhaltigen Landnutzung. Die dabei aufkommenden Fragen haben einen zutiefst interdisziplinären Charakter und bedürfen neuer wissenschaftlicher Lösungsansätze. Wissenschaftlicher Nachwuchs einer solchen "Land System Science" muss von Beginn der wissenschaftlichen Ausbildung an disziplinäre Tiefe mit interdisziplinärem Denken kombinieren.
Dazu hat sich an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Forscherteam zusammengefunden, das die Grenzen etablierter, fachlicher Sichten und fakultärer Universitätsstrukturen bewusst auflöst. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler decken die gesamte Breite der "Land System Science" ab und bringen Geistes-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften in bisher einmaliger Form zusammen. Die dadurch erreichte Breite der Forschungsthemen ist eine Grundvoraussetzung, um die komplexen Zusammenhänge des globalen Landnutzungswandels zu durchdringen und interdisziplinäre Lösungsansätze zu schaffen. Die Themen umfassen beispielsweise Anpassungsstrategien der Landwirtschaft an den Klimawandel, Wege zum Erhalt von Ökosystemleistungen oder Untersuchungen zum Einfluss unserer Lebensgewohnheiten auf die globale Landnutzung und den Kohlenstoffhaushalt.
Beteiligt an der FutureLand Graduate School sind federführend das Geographische Institut und das Department für Agrarökonomie der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät an der Humboldt-Universität. Gemeinsam mit den Instituten für Biologie und Philosophie sowie der Theologischen Fakultät kooperieren sie mit einer Reihe hochkarätiger, außeruniversitärer Forschungseinrichtungen des Helmholtz- und des Leibniz-Verbundes: Diese umfassen das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ), das Leibniz Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), das Museum für Naturkunde – Leibniz Institut für Evolution und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin (MfN) und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ).